Weltneuheiten in Orlen - PKN ORLEN 2016

Einer der drei Hauptpreise im Wettbewerb von PKN Orlen für Technologien zur Niedertemperatur- Wärmerückgewinnung in Raffinerien wurde von einem polnisch-schwedischen Konsortium unter der Führung der Firma PWPO-T PROMONT gewonnen. Zwei gleichrangige Hauptpreise wurden ebenso verliehen. Jeder von ihnen sollte eine einzigartige Methode zur Verbesserung der Energieeffizienz vorschlagen, indem die Niedertemperaturwärme (bis zu 900 C) zurückgewonnen wird, die bisher in den Destillationskolonnen von Raffinerieanlagen irreversibel verloren ging.

Das Konsortium PWPO-T PROMONT schlug eine Technologie vor, die den Organic Rankine Cycle (ORC) mit Adsorptionskältemaschinen kombiniert und Niedertemperaturwärme in elektrische Energie und Kälte umwandelt. Edward Przydróżny, Vizepräsident von PROMONT, zuständig für wissenschaftliche und technische Fragen und gleichzeitig wissenschaftlicher Mitarbeiter der Technischen Universität Wrocław, erklärte, dass das Unternehmen seinen potenziellen Kunden seit einiger Zeit ähnliche Lösungen angeboten habe, betonte jedoch, dass jede Lösung individuell ist und einen erheblichen intellektuellen Input erfordert. Das indische Unternehmen Guha Industries schlug das Design einer Absorptionswärmepumpe vor, die je nach Jahreszeit Stiel oder Kühle erzeugt. Dann schlug die Firma ILK Dresden eine Anlage vor, die elektrischen Strom erzeugt und im Ericsson-Zyklus arbeitet. Die technischen Details und der potenzielle Gewinn aus der Umsetzung eines der Gewinnerprojekte werden nicht bekannt gegeben. Jeder der Gewinner
erhielt einen Scheck über 10.000 Euro und die Möglichkeit, seine Ideen in der Praxis zu überprüfen. Krystian Pater, für die Produktion verantwortlicher Vizepräsident von PKN Orlen, stellte während der Konferenz sicher, dass dieses Problem kein eingebildetes ist, sondern einen realen Einfluss auf die Produktivität von Raffinerien hat. - „Von den Rohstoffkosten ganz zu schweigen macht die Energie 70 % der Produktionskosten der Raffinerie aus. Diese Kosten werden sukzessive gesenkt, aber bisher hat kein Unternehmen das Problem der Niedertemperatur-Wärmeverluste gelöst. Dies kann eine Chance für uns sein. Durch die Umsetzung der im Wettbewerb identifizierten Ideen können wir diese in elektrische Energie, Dampf oder sogenanntes Kaltwasser – also Kälte – umsetzen, das auch in Raffinerien benötigt wird“, so Pater. An der Preisverleihung nahmen unter anderem der stellvertretende Ministerpräsident Mateusz Morawiecki und der Präsident der PKN Orlen Wojciech Jasiński teil. Der stellvertretende Ministerpräsident Wicepremier Morawiecki betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit eines großen polnischen Unternehmens wie Orlen mit kleineren Unternehmen, die sich auf Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten konzentrieren. - „Diese Gala ist eine ideale Verkörperung unseres Plans für eine verantwortungsvolle Entwicklung. Dank Innovationen wollen wir aus der Falle der moderaten Entwicklung durchbrechen. Bei den zahlreichen Veranstaltungen und Unternehmungen, die bisher auf Innovation ausgerichtet waren, fehlte uns noch ein Faktor – Unternehmen, die ihre Umsetzungspraxis mit dem Erfindungsreichtum von Kleinunternehmen und wissenschaftlichen Forschungszentren verbinden würden“, so Morawiecki.

Der Präsident von Orlen betonte, dass sich in der Gruppe der Preisträger auch polnische Unternehmen befinden. Im Konsortium mit PWPO-T PROMONT nahmen auch die polnische Firma Revolvent und die schwedische Climeon teil.

- „Als größtes polnisches Unternehmen sind wir verpflichtet, nicht nur nach neuen technologischen Lösungen für die Bedürfnisse unserer eigenen Tätigkeit zu suchen, sondern auch das Wachstum der Innovation in der gesamten polnischen Wirtschaft zu fördern“, sagte Jasiński.
 Innovativ waren bei dem von Orlen durchgeführten Wettbewerb nicht nur die von den Teilnehmern eingereichten Projekte, sondern auch die erstmals in Polen angewandte Art der Durchführung des Wettbewerbs. Der Wettbewerb wurde über die eigens für diesen Zweck erfundene Internetplattform NineSigma abgewickelt, die einer gleichnamigen amerikanischen Firma gehört. Sein Hauptzweck besteht darin, die Wettbewerbsaufgabe öffentlich zu machen, sodass praktisch eine unbegrenzte Anzahl von Bewerbern am Wettbewerb teilnehmen kann. Die Vertreter von Orlen räumen ein, dass diese Art der Lösungssuche viel besser ist als eine Ausschreibung für eine Anlage der Form „Planen und Bauen“. Denn bei dieser Variante müsste jeder Bewerber seine jeweilige Erfahrung nicht nur in der Gestaltung solcher Technologien nachweisen, sondern auch in deren Ausführung. Der auf der NineSigma-Website abgehaltene Wettbewerb hat keine derartigen Einschränkungen. Krystian Pater betonte auch einen weiteren Vorteil für das Unternehmen, der sich aus der Durchführung des Wettbewerbs ergibt. - „Dank der vielen Kontakte zu den Teilnehmern haben wir wahrscheinlich die weltweit größten Wissensressourcen über Niedertemperaturwärme gewonnen“, so Pater.

Unmittelbar nach der Auswahl der Gewinner führt das Unternehmen mit ihnen Gespräche über die Umsetzung der vorgeschlagenen Projekte. Der von PKN Orlen gemeinsam mit NineSigma veranstaltete Wettbewerb startete im Oktober 2016. Die Phase der Einreichung der Projekte ist am 10. Dezember abgeschlossen. Im Februar hat das Unternehmen sechs Finalisten bekannt gegeben, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden.

Informationsquelle: http://energetyka.salon24.pl/705772,polska-firma-nagrodzona-w-globalnymkonkursie-pkn-orlen

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